Wenn wir heute unseren Einkauf tätigen, dann setzen wir es praktisch voraus, dass der Verkaufsvorgang, also das Bezahlen der eingekauften Artikel schnell und problemlos vor sich geht. Die Registrierkassen, die wir je nach Fall im Supermarkt, im Kaufhaus, aber auch in der Buchhandlung oder in der Drogerie antreffen machen eine schnelle Abwicklung auch möglich. Kaum ein Verbraucher mag sich da Gedanken darüber machen, dass dies beileibe nicht immer so war. Denn für die älteren Kunden-Generationen und selbstverständlich auch für das damalige Verkaufspersonal war das Einkaufen bzw. Kassieren weitaus zeitaufwendiger. Und man mag es sich wohl kaum vorstellen, wie dies der Fall gewesen war, bevor die Ladenkassen überhaupt erfunden wurden.
Nun ja - dies geht noch viele weitere Jahrzehnte zurück, nämlich auf das 19. Jh. Dies ist der Zeitpunkt, wo die Entwicklung der Registrierkassen überhaupt ihren Anfang genommen hatte. Zu verdanken ist dies einem von den Geschäftszahlen enttäuschten Lokalbesitzer aus Ohio, der es nicht begreifen konnte, weshalb die Umsätze stets so bescheiden ausfielen, wo doch in seiner Bar soviele Gäste ein- und ausgingen. Ein bißchen frustriert über diese Angelegenheit beschloß der Kneipenwirt erst einmal in den Urlaub zu gehen und zwar auf eine Schiffsreise. Wie der berühmte Zufall es so will, kam der clevere Gastronom dort auf eine geniale Idee, wie er die verkauften Getränke und Speisen zu Kontrollzwecken registrieren konnte. In diesem Augenblick hatte wohl die Stunde geschlagen, um der Entwicklung der Registrierkasse den Weg zu ebnen.
Natürlich handelte es sich bei diesem ersten Kassenmodell lediglich um ein Provisorium. Dennoch war somit der Grundstein gelegt, der Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Ladenkassen vonnöten war. Das Resultat dieser Entwicklung begegnet uns heute stets beim Einkaufen und wer weiß, welche Verbesserungen durch den anhaltenden technischen Fortschritt uns hier noch überraschen werden.