Wie gestaltet sich das Einkaufen in unseren Tagen? - Nun ja, von solchen Sondersituationen wie der Wochenmarkt mal abgesehen, geht alles schnell und automatisiert vor sich. Wohlgemerkt: der moderne Verbraucher erwartet dies, denn schließlich ist er bereits daran gewöhnt, dass er möglichst wenig von seiner Freizeit dafür opfern muss, von dem Zeitpunkt an, wo er den Chip oder das passende Geldstück in den entsprechenden Behälter am Einkaufswagen geschoben und dann irgendwann wieder den Kofferraum seines PKW mit den Einkäufen vollstopfen kann. Diesen Erwartungen eines heutigen Verbrauchers kommt der Umstand sehr entgegen, dass er sich beim Einkauf selbst bedienen kann. Also ist ihm auch die Geschwindigkeit überlassen, mit welcher er - vom Regal zu Regal hetzend - die einzelnen Artikel in seinen Einkaufswagen befördert. Das eigentlich Interessante kommt dann erst zum Schluss und zwar dann, wo es um das Anstehen an der Kasse geht. Nur die wenigsten Verbraucher steuern hier wohl wahllos eine der Ladenkassen an - die meisten achten schon darauf, die Kasse auszuwählen, an der die wenigsten Kunden anstehen. Manch anderer Supermarkt-Besucher geht noch ein Stück weiter und verschafft sich mal eben auf die Schnelle einen Überblick darüber, in welchen Einkaufswagen oder Einkaufskörben die meisten Warenmengen untergebracht sind. Und noch andere rufen gleich danach, dass eine weitere Kasse geöffnet werden möge. Dabei liegt es nicht selten weder daran, wie viele Kunden in der Schlange stehen oder wie viel sie eingekauft haben. Und schon gar nicht dürfte es an den eingesetzten Registrierkassen liegen, denn diese halten auch mit einem Massenansturm tapfer mit. Und das routinierte Kassenpersonal ebenso wegfällt, kann es wohl nur der eine oder andere Kunde sein, der einfach zu lange herum trödelt, wenn er an der Reihe ist.